Hallo,
zunächst einmal ein großes Kompliment an die komplette Organisation. Es war wirklich super gemacht mit den Ergebnissen und dem ganzen Drumherum. Fand es echt klasse, dass es wieder Achtelfinale gab und die Plätze ausgespielt wurden.
Der nächste Dank geht an die Person mit dem sehr guten Draht an den Wettergott, da konnte man sich auch nicht beklagen und das hat sehr zum entspannten Beachfeeling beigetragen.
Spielerisch gab es, wie zu erwarten war, nicht die größten Überraschungen.
Nun aber ein paar kritische Punkte. Die Wertung der Pirouette sollte man generell mal beleuchten, dies besonders im Hinblick auf die Schiedsrichterentscheidungen im Sinne von pro und contra zwei Punkte. Da gabe es überhaupt keine klare Linie. Es ist nicht immer einfach für die Schieris das in der Sekunde zu entscheiden und ist deswegen meiner Meinung nach nicht objektiv genug. Das hat etwas vom Eiskunstlaufen, wo ganz nach Gusto entschieden wird. Auf Fragen warum da keine zwei Punkte für gegeben wurden, hat man verschiedene Antworten bekommen: "Der Fuß beim Absprung stand schief!" (wo gucken die eigentlich hin???), "Es waren nur 300 Grad" oder "Der Oberkörper war nicht Frontal zur Grundlinie" (was ja von der linken Position zur Folge hätte, dass man sich gar nicht 360 Grad drehen muss, da man sonst gar nicht mehr richtig auf das mittig stehende Tor werfen kann - und von rechts muss man dann mehr drehen, jedenfalls als Rechtspfote). So weit so gut. Die Krönung war aber die Aussage "Jeder Schieri hat seine eigene Interpretation der Pirouette!".
Das kann es nicht sein, denn so greifen die Schieris viel zu stark in den Verlauf ein. Dann braucht man nicht nur Losglück bei der Gruppenauslosung sondern auch bei der Zuteilung der Schiedsrichter. Einige pfeifen zwei Punkte, andere nicht. Die Folge hat man in den Spielen zum Teil daran gesehen, dass einige Teams ihre Taktik fast an den Schiedsrichtern ausgerichtet haben und nicht am Gegner. Da wurde dann auf Spektakuläres verzichtet und die bewährte Methode mit vielen Torwarttoren praktiziert.
Durch die Gleichbehandlung der Torwarttore, Pirouette und Kempator ist dies natürlich eine probate Lösung, aber nicht im Sinne des Sports, oder!?
Ich weiß, dass der Sport ohne Schiedsrichter tot wäre und das soll hier auch nicht die riesige Schelte werden, aber es ist für mich eigentlich der einzige richtige Kritikpunkt an der diesjährigen DM, denn teilweise haben sich die Referees viel zu wichtig genommen und das Spielfeld samt Spiel zu ihrer Bühne mit Auftritt gemacht.
Das ist nun auch eher ein subjektives Gefühl, aber durch das vorgenannte ist meiner Meinung nach auch das Frauenfinale entschieden worden. Da hatte ich auch nicht unbedingt den Eindruck, dass die Schieris das Spiel im Griff hatten und insbesondere in der Schlussphase sehr fragwürdige Entscheidungen gefällt haben. Da konnte man als Zuschauer schon die emotionalen Ausbrüche der Kangaroos samt Coach nachvollziehen.
Abschließend noch einen Glückwunsch an die neuen Titelträger Sandgirls und Handballakademie Göppingen (die es tatsächlich geschafft haben, JEDES Spiel in der K.O.-Runde per Shoot-Out für sich zu entscheiden!!!).